Eine wahre Geschichte - Teil 3

Entweder oder 1 panorama - Entweder so wie ich es will oder gar nicht 3

David wurde ein wenig nervös, innerlich holte er tief Luft.

„Hey, Bob, schön, dass du hier bist. Ich habe mir ein paar grundsätzliche Gedanken gemacht. Dann wurde mir klar, dass ich dich noch nicht nach dem hier gefragt hatte.“

 

David zeigte auf die Zeichnungen auf dem Tisch, während er rüber lief fuhr er fort: „Ich brauche deine Meinung, wo der beste Platz für die Heizelemente in dieser Montageeinheit sein könnte.“

 

Sein Chef horchte auf.

 

David ging zum Tisch und fuhr fort: „Es ist von entscheidender Bedeutung. Ich würde sie hier unterbringen. Was denkst du? Du kennst diese Baugruppe auch sehr gut. Kannst du mir die Detailzeichnungen für deine Montageeinheit zur Verfügung stellen?“

 

Allmählich kam Bob näher und lehnte sich nach vorne. Beide vertieften sich und ein technischer Austausch begann.

 

David ging sein „Skript“ von gestern durch. Er erklärte ausführlich und in ruhigem Ton, wozu der Input seines Chefs so wichtig ist.

 

David‘s Boss nickte und sagte zum Abschluss:

„Ich denke, es dauert zwei Stunden, bis ich diese Zeichnungen habe. Wie bist du heute verfügbar, um die restlichen Punkte zu besprechen?“

 

Nachdem sie sich geeinigt hatten, verließ Bob David‘s Büro. David war erleichtert und ebenso überrascht. Das war nicht das, was er erwartet hatte.

 

 

Was David erlebt hat, ist eine sehr typische Situation in unserem Arbeitsleben. Fast alle von uns hatten schon mal einen konfrontativen Chef oder Kollegen.

 

So hart es auch sein mag, selbst Chefs sind nur Menschen mit eigenen Glaubenssätzen und Gewohnheiten.

 

Es gibt viele Möglichkeiten, was man gegen solche Jungs tun kann.

Hier sind nur drei Schritte, die ich dir für einen konfrontierenden/dominanten Chef, oder Mitarbeiter mitgeben will:

 

Nummer eins: Erkenne deine Gefühle.

Erlaube sie, lass sie nicht die Kontrolle übernehmen. Was bedeutet das? Sei dir deiner eigenen Gefühle bewusst. Lebe sie nicht aus.

 

Sei in der Lage, sie zu erkennen, zu spüren wie du dich fühlst. Atme tief durch und vermeide, dass sie aus dir herausplatzen. Sonst kann es zu einem neuen Weltkrieg kommen.

 

Frag dich stattdessen lieber:

Wie möchte ich mich das nächste Mal fühlen, wenn ich auf so einen Chef/Mitarbeiter treffe? Entspannter, aufgeschlossener und ruhiger?

 

Wenn du dir erlaubst, einfach immer wütender oder eingeschüchterter zu werden, hält es dich vom rationalen Denken ab.

 

Versuche, deinen Fokus zu verschieben. Frag dich selbst. Wie würde ich in einem Jahr darauf zurückblicken? Würde ich das immer noch so ernst nehmen? Oder eher darüber lachen?

 

  • Was haben mein Chef/meine Mitarbeiter und ich gemeinsam?
  • Wozu sind wir hier?
  • Weshalb hat uns die Firma eingestellt?
  • Was hilft, dieses Problem zu lösen?

 

 

Nummer zwei – anstatt sie zu (be-)kämpfen – stelle ihnen offene Fragen.

Eine offene Frage ist eine Frage, die nicht mit einem einzigen Ja oder Nein beantwortet werden kann.

 

Diese Art von Fragen führen zu Konflikten.

  • Glaubst du, ich bin verrückt?
  • Glaubst du, das ist mein größtes Problem?
  • Was macht dich so ...?

 

Stattdessen stelle Fragen mit

  • wie,
  • wo,
  • wann,
  • wozu.

 

Im Beispiel David:

 

  • Bob. Wann würdest du die Lösung als erfolgreich einstufen?
  • Wie kannst du helfen, die Dinge zu beschleunigen?
  • Wie können wir die beste Lösung finden?
  • Wer sind die Experten, die wir brauchen, um das in Ordnung zu bringen?
  • Gibt es noch etwas Anderes, das wir berücksichtigen sollten, z. B. ...?

 

Dann kannst du in deinen eigenen Worten wiederholen, was der andere gesagt hat. „Also, was ich bisher verstanden habe, ...“

 

Du zeigst Respekt, unter anderem weil du zuhörst und andere Führungsqualitäten auf sehr elegante Weise.

 

Nummer drei – wenn der andere antwortet, versuche, eine weitere Frage zu stellen.

 

Fang an mit:

„Lass uns zusammenarbeiten um das auf die beste, effizienteste Weise zu klären, die wir können.“ Dann stelle deine Frage. So kannst du Gespräche von einem gegen-den-anderen in eine Art Wir-Gefühl verwandeln.

 

Mit einer anderen Haltung auf deiner Seite drehst du den inneren Dialog für euch beide um.

 

Vor dem Coaching war David‘s innerer Dialog so: „Bob versucht immer, mich mit Schrott zu belasten und zu kontrollieren.“

 

Er änderte sich während dem Coaching zu:

„Dieser Kerl braucht meine Hilfe und ich bin der nette Typ, der bereit ist, ihm zu helfen.“

 

 

Ein paar Wochen später sah ich David wieder im Fitnessstudio.

Er sah wieder wie der Alte aus. Als wir uns unterhielten, fragte ich ihn, wie es mit seinem Chef gelaufen sei.

 

Mit großen, offenen Augen sagte er: „Am Anfang fühlte es sich echt etwas seltsam an, um ehrlich zu sein. Es war wirklich anstrengend für mich, ruhig zu bleiben, weil ich mich nervös fühlte. Du weißt schon. Normalerweise – er schlug sich die Faust in die Handfläche. Aber ich dachte mir: Versuche, mehr Infos zu bekommen, bevor wir beide wieder ausflippen.

 

Ich konnte sehen, dass mein Chef überrascht war, als ich ihm eine Frage stellte, weil ich sicher war, dass er eine Widerrede erwartet hat. Nachdem wir darüber gesprochen hatten, hatte ich noch ein oder zwei Fragen. Ich erinnerte mich an das, was wir bzgl. meines inneren Dialoges erarbeitet hatten.

 

Wir haben uns wieder getroffen und gemeinsam einen Plan entwickelt, wie das rechtzeitig umgesetzt werden kann. Er kam mit gut vorbereiteten Zeichnungen zurück. Ich konnte sie ohne Änderungen benutzen. Wir haben uns auf elektrische Heizmodule geeinigt, um die Schieber schneller zu erwärmen. 

 

Als wir über die Details sprachen, erkannte er auch, dass es wirklich nicht so zeitkritisch war. Und dass wir genügend Zeit brauchen, um alles richtig zu testen. Es war das erste Mal nach einem Meeting, dass er nicht aus meinem Büro stampfte und beleidigt war. Was viel besser ist – ich glaube, jetzt fühlt er sich mehr involviert – und ich habe meine Ruhe.“

 

David sah mich mit einem ruhigen Lächeln an.

 

Es war großartig, ihn so zu sehen.

.

.

.

Nach vier Wochen trafen wir uns wieder im Fitnessstudio.

 

Mit einem tief schmerzenden Blick in seinen Augen kam David herüber. Er versuchte, mit einem sarkastischen Witz zu beginnen. Aber er hat die Pointe verfehlt.

 

Mit zusammengekniffenen Augen sah ich ihn an.

„David – was ist los?“

 

Dann brach es aus ihm heraus.

„Du glaubst nicht, was Bob getan hat?! Er hat begonnen, unsere neue Idee als seine vor dem Management zu verkaufen. Ich wurde wahnsinnig, weil der entscheidende Faktor von meinem Team entwickelt wurde. Darüber müssen wir auch reden. Hast du nach dem Training Zeit?“

 

 

Wie David dieses Problem gelöst hat, werde ich dir in meinem Newsletter erzählen.

 

Wenn du mehr Techniken lernen möchtest, um eine bessere und glücklichere Führungskraft zu sein ...

Bitte gib Deinen Namen ein.
Bitte gib eine valide E-Mail Adresse an.
Please check the required field.
Etwas ist schief gegangen. Bitte prüfe Deine eingaben und versuche es erneut.

Aufrufe: 2